Was man essen sollte, um länger zu leben: Lebensmittel, die Ihre Jugendlichkeit

Was man essen sollte, um länger zu leben: Lebensmittel, die Ihre Jugendlichkeit

14.07.2026

Instytutum

Vergessen Sie das Verbot, nach sechs Uhr zu essen, und das Kalorienzählen bis zur Ohnmacht. Ständige Einschränkungen bei der Ernährung können zwar einen schnellen Effekt erzielen, führen aber nicht zu qualitativ hochwertigen, langfristigen Ergebnissen. Die wichtigste Erkenntnis der letzten Jahre: Es kommt nicht nur darauf an, was Sie essen, sondern auch darauf, wie oft. Man kann jeden Tag ein leckeres Abendessen genießen und trotzdem in Topform bleiben. Und wenn man sich an bestimmte Ernährungsgrundsätze hält, kann man seine Schönheit bewahren, die Jugendlichkeit verlängern und sie sogar zurückgewinnen, indem man den Alterungsprozess umkehrt.  

Zucker: Der größte Feind des Kollagens  

In einem Punkt sind sich die meisten Wissenschaftler einig: Der Zuckerkonsum sollte auf ein Minimum reduziert werden. Glukose schaltet buchstäblich zwei Jugendgene aus – AMPK und Sirtuine. Sie bindet sich an Proteine, als würde sie diese karamellisieren, und blockiert deren Aktivität – dies kann zu Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen führen. Und wenn sich Zuckermoleküle an Kollagen und Elastin anlagern – also an die Proteine, die die Haut straff halten –, entstehen Falten und erste Anzeichen der Hautalterung.  

Gönnen Sie sich eine Zuckerpause, und die Darmflora wird sich von selbst verändern – Gemüse wird Ihnen dann besser schmecken als Desserts. Nicht, weil es verboten ist. Sondern weil es wirklich besser schmeckt.  

Warum Eiweiß in der Ernährung wichtig ist  

Fleisch aktiviert das mTOR-Gen, das den Körper auf den Muskelaufbau vorbereitet – großartig, wenn Sie aktiv trainieren, aber langfristig nicht die beste Strategie. Denn mTOR kann Ihrem Körper viel mehr Nutzen bringen, als nur die Bizepsmuskeln zu vergrößern.  

Wenn die Proteinzufuhr begrenzt ist, löst mTOR einen Prozess der DNA-Regeneration aus – also der Verjüngung. Deshalb müssen Sie nicht unbedingt komplett auf Protein verzichten, aber es lohnt sich, den Verzehr von rotem Fleisch zu reduzieren und im Laufe der Woche überwiegend pflanzliche Tage einzulegen. Dadurch versetzt man den Körper in einen leichten Mangelzustand und setzt Regenerationsmechanismen in Gang – alte, veränderte Proteine sammeln sich einfach im Gewebe an, wenn man ihnen keine Chance zur Erneuerung gibt.  

Haftungsausschluss: Eine Einschränkung der Proteinzufuhr ist nicht für jeden geeignet – manche Menschen leiden ohnehin schon unter einem Proteinmangel. Alles sollte nur nach einer Diagnose und Rücksprache mit einem Spezialisten erfolgen.  

Makellose Haut beginnt von innen  

Es ist erwiesen, dass Inhaltsstoffe und Produkte wie Säuren und Retinoide den Hautzustand hervorragend verbessern. Wenn Sie jedoch unter dehydrierter und infolgedessen empfindlicher Haut leiden, ist deren Anwendung nicht vorteilhaft. Die Haut muss zunächst vorbereitet werden: Die Hydrolipidbarriere, das Hautmikrobiom und der pH-Wert müssen wiederhergestellt, der Feuchtigkeitsmangel behoben werden – erst dann sollten Sie zu Säuren und Retinoiden übergehen. Das Gleiche gilt für die Umstellung der Ernährung. Bereiten Sie Ihren Körper zunächst auf die Ernährungsumstellung vor, ändern Sie Ihre Ernährung schrittweise und geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich anzupassen.  

Wenn Sie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt oder andere Erkrankungen oder Kontraindikationen haben, sollten Sie dies nicht tun. Konsultieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, bevor Sie sich für eine Diät oder eine Ernährungsumstellung entscheiden. 

Was Studien zeigen

Im Jahr 2013 führte die Adventist Health Group ein groß angelegtes Experiment durch, in dessen Rahmen die Auswirkungen verschiedener Ernährungsweisen auf das Sterberisiko untersucht wurden. Den Ergebnissen zufolge ist das Sterberisiko bei Lacto-Vegetariern (die keine tierischen Produkte außer Milchprodukten zu sich nehmen) um 10% niedriger als bei Nicht-Vegetariern.  

Bei Veganern liegt er um 15% niedriger. Und bei Pescetariern (Menschen, die auf Fleisch verzichten, aber Fisch und Meeresfrüchte essen) beträgt der Wert 19%. Daraus lässt sich schließen, dass sich die letztgenannte Ernährungsweise von allen aufgeführten am positivsten auf den Körper auswirkt.  

Forscher des Brigham and Women’s Hospital, einer Lehrklinik der Harvard Medical School, stellten hingegen fest, dass unter den gesunden amerikanischen Frauen ab 25 Jahren, die an der Studie teilnahmen, diejenigen ein geringeres Sterberisiko aufwiesen, die sich mediterran ernährten. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die mediterrane Ernährung langfristig das Risiko der Gesamtsterblichkeit bei Frauen um 23% senkt  

Und dies ist wohl die beste Art der gesunden Ernährung überhaupt: pflanzliche Lebensmittel, Olivenöl als Hauptfettquelle, meist Fisch, Geflügel, Milchprodukte, Eier, ein Glas Rotwein – und sogar Fleisch oder Süßigkeiten in Ausnahmefällen. Keine strengen Verbote.  

Wichtig  

Beeilen Sie sich nicht, schon morgen etwas aus Ihrem Speiseplan zu streichen – dies ist keine Anleitung zum sofortigen Handeln, sondern ein Anlass, über eine Verbesserung Ihrer Ernährung nachzudenken, Blutuntersuchungen durchführen zu lassen und einen Arzt zu konsultieren.  

Strenge Verbote schaden genauso wie ein Überschuss an Zucker – die Psyche, besonders in Stresssituationen.